Schlagzeilen aus der Absatzwirtschaft-Online Redaktion
Facebook verkauft sich gut
Ungeachtet der Spekulationen um die Substanz des eigenen Geschäftsmodells ist Facebook gut in den Börsengang gestartet: Das Social Network verkauft seine Aktien zum Höchstpreis von 38 Dollar an die Investoren. Damit hat das US-amerikanische Unternehmen sogar das obere Ende der vorgesehenen Preisspanne von 34 bis 38 Dollar erreicht. 16 Milliarden US-Dollar hat Facebook mit seinem Börsengang eingenommen, auf 104 Milliarden US-Dollar beziffert sich der Wert des Unternehmens. Die Zahl der Papiere, die zum Kauf ausgegeben wurden, sind dabei noch einmal aufgestockt worden: Zuckerberg will 421 Millionen Aktien statt der angekündigten 340 Millionen ausgeben. Damit ist Facebook schon jetzt der erfolgreichste Börsengang eines Internet- und Technologieunternehmens (siehe Abbildung).
Gemeinsame Projekte von Händlern und Herstellern erhöhen den Umsatz
Gemeinsame Sortimentsgestaltung, Produktverköstigungen in Supermärkten und Verbesserungen in der Lieferkette: Die Zusammenarbeit von Konsumgüterherstellern und Händlern hat sich in Europa intensiviert. Zwei Drittel der Händler und über die Hälfte der Hersteller führen umfangreiche gemeinsame Projekte durch, und 60 Prozent der Unternehmen erreichen dadurch Umsatzsteigerungen und Kostenreduktionen. Besonders die Zusammenarbeit an Vertriebs- und Sortimentsthemen wie Promotionen und Warengruppenmanagement kurbeln sowohl den Verkauf als auch die Profitabilität an. Belegt wird dies durch eine Umfrage von ECR Europe, einem Verband von Händlern und Herstellern. Gemeinsam mit der Unternehmensberatung McKinsey & Company befragte die Non-Profit-Organisation mehr als 140 führende Händler und Konsumgüterproduzenten aus 13 europäischen Ländern.
Vermarktung in Facebook klappt gut bis gar nicht
Fab ist der nach eigenen Angaben weltweit größte Online-Shopping-Club für Designprodukte und sowohl in den USA als auch in zahlreichen europäischen Ländern verfügbar. Seit der Gründung von Fab.com im Juni 2011 haben sich mehr als 3,5 Millionen User als Kunden registriert. 50 Prozent der neuen Mitglieder und des Umsatzes kommen über Social Media. Europa-CEO Roman Kirsch erklärt: ?Facebook ist ein Garant für Werbeerfolg ? wenn man es richtig macht.? Das Management von General Motors stimmt dem offensichtlich nicht zu. Wie das ?Wall Street Journal? kürzlich berichtete, kündigte der Automobilhersteller eine Vereinbarung über Display-Werbung, die dem Social Network rund zehn Millionen Dollar eingebracht hätte.
Warum Facebook und Google nicht zu den Lieblingsmarken der Deutschen zählen
Facebook und Google können zwar auf enorme Nutzerzahlen und steigende Unternehmenswerte verweisen, doch zu den Lieblingsmarken der Deutschen zählen sie nicht. Warum das so ist, erklärt Hans Meier-Kortwig, Mitinhaber der GMK Markenberatung: ?Nutzer haben eine rationale Beziehung zu den Internetseiten.? Zwar seien die User von dem Produkt oder der Dienstleistung überzeugt, eine wirklich emotionale Beziehung zur Marke werde dabei jedoch nicht aufgebaut. Laut einer Umfrage der GMK Markenberatung unter 1 000 Bundesbürgern führen BMW, Adidas, Volkswagen, Audi und Mercedes das Ranking der Lieblingsmarken an.
Tablets sorgen bald für mehr Web-Traffic als Smartphones
Für die aktuelle Ausgabe seines Digital Index-Reports untersuchte das Unternehmen Adobe, inwieweit sich Website-Traffic und Webseiten-Nutzung unterscheiden, je nachdem, ob der Besucher ein Tablet, Smartphone oder einen Desktop-Rechner nutzt. Die Daten weisen darauf hin, dass Tablets voraussichtlich Anfang 2013 für mehr Web-Traffic sorgen werden als Smartphones. Zudem empfinden Anwender das Web-Erlebnis auf Tablets fast genauso überzeugend wie jenes auf Desktop-Geräten. Die Ergebnisse betonen außerdem die Unterschiede zwischen den mobilen Endgeräten: Während sich Apps längst als wichtiger und wertvoller Bestandteil einer mobilen Strategie erwiesen haben, sind Unternehmen gut beraten, angesichts der wachsenden und kaufkräftigen Gruppe der Tablet-Besitzer in die Optimierung ihrer mobilen Webseiten zu investieren.
Markenhersteller verzichten auf Online-Direktvertrieb und damit auf Umsatz
Konsumenten in Deutschland erwarten von Markenherstellern, dass diese ihre Produkte auch über einen Onlineshop vertreiben ? vor allem Unter-30-Jährige sind von der fehlenden Möglichkeit des Onlinekaufs irritiert. Die Auswertung der Internetseiten von 200 in Deutschland führenden Markenherstellern durch die Unternehmensberatung Droege Group ergab jedoch, dass fast 60 Prozent von ihnen noch nicht über einen Online-Direktvertrieb verfügen. Die Ausprägung des E-Commerce ist dabei stark branchenabhängig: Möbelanbieter sind nur zu fünf Prozent im Online-Direktvertrieb aktiv, Bekleidungshersteller dagegen zu 86 Prozent.
Lohnt sich Facebook?
Bis zu zwölf Milliarden US-Dollar will Facebook an der Börse einnehmen. Experten und Unwissende streiten aufs Heftigste, ob das noch Social ist, was das Network da vor hat, oder ob man gar selbst Wertpapiere kaufen sollte. In diesem Zusammenhang: Kennen Sie einen Groupon-Aktionär? Aus Sicht der Internetwirtschaft war der Börsengang des Gutschein-Anbieters letzten November das ökonomische Großereignis des Jahres 2011. Zwar platzierte Groupon nur fünf Prozent seiner Aktien auf dem Parkett und sammelte damit nur 700 Millionen Dollar ein, aber die Nachfrage nach den Wertpapieren übertraf das Angebot um das Vielfache.
Handelsblatt und Deutsche Bank mit Bestnoten
Die aktuelle Entscheider-Studie ?Financial Community? untersucht Mediennutzung und Markenpräferenzen deutscher Finanzprofis. Online und Print werden fast gleichwertig als wichtigstes Medium für die tägliche Arbeit eingeordnet. Erstmals erhobene Reichweiten von Smartphone-Apps und Tablet-Apps bewegen sich noch auf vergleichsweise niedrigem Niveau.
Deutsche Bahn twittert ins Klohäuschen
Ausgefallene Klimaanlagen oder Zugverspätungen ? Beschwerden und Fragen rund um das DB-Angebot können Kunden auf dem Twitter-Kanal loswerden. Für Hilfe bei Problemen auf der Zugtoilette wurde das Servicetool nicht eingerichtet. Zu helfen versucht die Bahn dennoch, wie eine Twitterunterhaltung zeigt.
Exklusiv platzierte Sonderformate wirken am besten
Werbeformate werden zwar kontinuierlich auf ihre Effizienz hin analysiert, dennoch fehlte der Online-Mediabranche bislang eine aussagekräftige Studie zur Effektivität von Online-Werbeformaten. Diese Lücke schließen jetzt die Plan.Net Gruppe und die Vermarkter Microsoft Advertising Deutschland, United Internet Media und Yahoo Deutschland mit dem ?Ad.Impact Faktor?. Bei der Grundlagenstudie wurde die Wirksamkeit von zehn Werbeformaten aus vier Werbeformatkategorien bei knapp 2 000 teilnehmenden Online-Nutzern analysiert. Somit kann die Werbewirkung verschiedener Formate übergreifend zueinander ins Verhältnis gesetzt und miteinander vergleichbar gemacht werden.