Hohe Raumleistungszahlen einer Abteilung sind nicht automatisch ein Maßstab für ausreichend Ertrag, weil die verschiedenen Warengruppen unterschiedlich hohe Roherträge erzielen. Deshalb müssen Raumleistung und Raumrohertrag kombiniert betrachtet werden.
Ausgangspunkt ist die Feststellung, ob der von den Abteilungen genutzte Raum im verhältnis den Umsätzen entspricht. Daraus können Schwächen bei der Raumaufteilung erkannt werden. Natürlich muss das unterschiedliche Raumbedürfnis der einzelnen Warengruppen entsprechend berücksichtigt werden.
Die Kennziffer Raumrohertrag zeigt, wie jede Abteilung den ihr zugemessenen Raum ertragsmäßig nutzt. Aus dem Verhältnis Umsatzanteil und Raumanteil der Abteilung erkennt man, ob eine andere Raumaufteilung zusätzliche Umsatzchancen erbringt.
Das folgende Beispiel einer Raumertragsanalyse zeigt, dass schwache Raumleistungen durch höhere Raumroherträge ausgeglichen werden können. Andererseits können auch hohe Raumumsatzleistungen durch geringere Erträge entwertet werden. Im Beispiel wird auf der kleinsten Abteilungsfläche der höchste Umsatz je qm erzielt. Ebenfalls am höchsten ist der Raumrohertrag. Mehr Raum für diese Abteilung könnte hier zusätzliche Umsatzchancen eröffnen und den Gesamtertrag steigern.