Wichtige Erkenntnisse über die Kundenbindung und die Akzeptanz der Leistung des Geschäftes durch die Kunden gewinnt man aus der Entwicklung der Kundenzahl, die deshalb täglich festgehalten werden muss. Die Beobachtung der Kennzahl gibt Hinwiese auf Änderung der Geschäftsattraktivität vor allem, soweit sie aus dem Sortiment begründet sind. Die Veränderung der Kundenzahl wird genauso errechnet wie die Umsatzveränderungen.
Erst wenn die Veränderung des Umsatzes der Kundenzahl gegenüber gestellt wird, kann die Leistung des Geschäftes exakt beurteilt werden. Wenn ein Mehrumsatz nur durch Preissteigerung erzielt wurde, während die tatsächliche Kundenzahl gesunken ist, hat sich die Unternehmensleistung verschlechtert. Daher kann die Verbindung von Kundenzahl und Umsatz ein wichtiges Warnzeichen für nachlassende Geschäftsattraktivität sein.
Kundenzahlen sollten monatlich und für den abgelaufenen Zeitraum errechnet werden.
Beispiel:
lfd. Jahr
Vorjahr
Umsatz Monat Januar
132.000
118.000
Kundenzahl
4.100
4.215
ø Umsatz je Kunde
32,20 €
28,00 €
Entwicklung der Kundenzahl ./ .115
(. / . 2,7%)
Entwicklung des Einkaufsbetrages
+ 15,0 %
Der durchschnittliche Umsatz je Kunde ist zwar gestiegen, trotzdem besteht nicht unbedingt ein Grund zur Zufriedenheit, da das Unternehmen 115 Kunden weniger bediente. Damit ist ein Umsatz von 115 x ø32,20 € = 3.700 € verloren gegangen. Die Gründe dafür müssen durch zusätzliche Analyse der Geschäftsattraktivität im weitesten Sinne und des Engagements von Unternehmer und Mitarbeitern herausgefunden werden.
Der Umsatz je Kunde kann auch getrennt nach Bar- und Kreditverkäufen erfasst werden.