Jedes Unternehmen ist daran interessiert, mit dem verfügbaren Kapital einen möglichst hohen Umsatz zu erzielen. Die Messziffer dazu ist der sog. Kapitalumschlag, d. h. die Zeitdauer oder die Häufigkeit, mit der das gesamte Kapital durch den Umsatz einmal umgeschlagen wird. Ein hoher Kapitalumschlag ist das Zeichen für einen im Verhältnis zum Umsatz geringen Kapitaleinsatz und eine verhältnismäßig niedrige Zinskostenbelastung.
Aussagefähiger als die jährliche Umschlagshäufigkeit ist die Kapitalumschlagsdauer in Tagen. Dazu werden im obigen Bruch Zähler und Nenner vertauscht (Reziprokwert) und mit 360 (Kalendertagen) multipliziert.
Je nach dem um welches Kapital es sich handelt, muss zwischen Unternehmensrentabilität und Eigenkapitalrentabilität unterschieden werden.
Betriebswirtschaftlich interessanter als die Eigenkapitalrentabilität ist (auch wegen der besseren zwischenbetrieblichen Vergleichbarkeit) die Rentabilität des Gesamtkapitals, d. h. Eigen- und Fremdkapital. Sie zeigt, was mit dem im Unternehmen investierten Kapital insgesamt erwirtschaftet wurde. Je größer der Gewinn und je kleiner das Kapital, umso höher ist die Rentabilität.
Die Trennung in Eigenkapital- und Unternehmensrentabilität ist auch für die Entscheidung bei der Finanzierung von Investitionen von Bedeutung. Solange die Eigenkapitalrentabilität über der des Gesamtkapitals liegt, lohnt es sich, gewinnbringende Investitionen mit Fremdmitteln zu finanzieren.
Bei der Ermittlung der Unternehmensrentabilität werden das Gesamtkapital, der Gewinn und die Kosten für das Fremdkapital gegenübergestellt:
Die Leistungsfähigkeit des Unternehmens kann vor allem im Vergleich zu anderen Unternehmen durch die Kennzahl „Unternehmensrentabilität“ deshalb besser beurteilt werden, weil sich die Zusammensetzung von Eigenkapital und Fremdkapital, sowie eine unterschiedliche Gesamtfinanzierung nicht auf die Höhe der Rentabilität sondern nur auf die Verteilung des Gewinns auf die Eigentümer und Fremdkapitalgeber auswirken.
Je geringer die Zahl der Tage, um so höher ist der mit dem eingesetzten Kapital erzielte Umsatz. Ursachen zu langer Kapitalumschlagsdauer: