Return on Investment: Die Erkenntnis, das beispielsweise eine gute Umsatzrendite wenig nutzt, wenn dafür ein unverhältnismäßig hoher Kapitaleinsatz nötig war, führte weg von der isolierten Betrachtung der Faktoren Umsatzrendite und Kapitalumschlag. Beide Faktoren werden zur Errechnung der so genannten Kapitalrendite miteinander verknüpft. Diese Kennzahl, in den USA als „Return on Investment“ bezeichnet, sagt aus, wie hoch der vom gesamten eingesetzten Eigen- und Fremdkapital insgesamt erwirtschaftete Zins ist.
Zur Berechnung der Kapitalrendite wird zunächst der Gewinn um den Unternehmerlohn gekürzt und um die Fremdkapitalzinsen erhöht. Dieser korrigierte Gewinn wird dann mit dem Kapitalumschlag multipliziert.
Beispiel:
Steuerlicher Reingewinn
7,2 % vom Umsatz
./.
Unternehmerlohn
4,5 % vom Umsatz
+
Fremdkapitalzins
0,8 % vom Umsatz
=
Netto- Umsatzrendite
3,5 % vom Umsatz
Kapitalumschlag
2,6mal
Je größer die Umsatzrentabilität und je höher der Kapitalumschlag, um so größer ist der Return on Investment. Rentabel gearbeitet wurde nur, wenn mindestens der Kapitalmarktzins erzielt wurde.
Die Kapitalrendite kann auch auf andere Weise, die zum selben Ergebnis führt, errechnet werden:
Die häufigsten Ursachen unbefriedigender Kapitalrendite sind: