Gutes tun im doppelten Sinne ist das Ziel von Sybille Klischat mit dem neuen Onlineshop www.valevida.de . Schöne und ausgewählte Produkte, die zeigen, dass "öko" auch modisch und modern sein kann und Waren die zu festgelegten fairen Bedingungen gehandelt wurden, sind das Konzept des neuen Shops.
Ein Beispiel für eine gute Idee in einem wachsenden Markt in dem der Wettbewerb noch überschaubar ist. Trotzdem oder gerade deswegen sind die Risiken nicht kleiner sondern höher. Zum einen eine sehr ausgewählte Zielgruppe und zum anderen ein Sortiment welches aufgrund seiner Ausrichtung "ökologisch und aus fairem Handel" nicht zum Online Verhalten "ich kaufe billig" passt.
Inwieweit der Shop "seine Zielgruppe" hängt in erster Linie von einem konsequenten Online-Marketing und einer ganz behutsamen Sortimentsauswahl ab. "Less is more" zum einen und kontinuierliche Positionierung des Shops zum anderen, sind hierbei wichtige Bausteine.
Das Verwenden von Produktbildern der jeweiligen Herstellern ist für viele Shopbetreiber und Anbieter von Waren im Internet eine Selbstverständlichkeit. Doch so selbstverständlich ist dies nicht! Auch für Bilder der Hersteller ist deren Einverständnis für die Verwendung erforderlich. Allein aus dem Sachverhalt, dass die Ware eines Herstellers im Shop oder auf der Internetseite vorgestellt wird, kann keine Nutzung abgeleitet werden. Auch die Bereitstellung von Bildmaterial seitens der Hersteller beinhaltet nicht das beliebige Nutzungsrecht.
Und ein neues kündigt sich mit vielem Neuen an. Eines wird sicher den ganzen Handel interessieren: welche Auswirkungen wird die Mehrwertsteuererhöhung haben? Wird das kleine Pflänzchen "Aufschwung" merklich gestört, verändert sich das Kaufverhalten wieder in Richtung "Geiz ist ..." oder geht der Konsument zur Tagesordnung über ohne das merkliche Einbußen stattfinden. Sicher wird vieles auch an der konjunkturellen Gesamtentwicklung liegen, doch das Wichtigste wird sein, dass die Medien nicht wieder anfangen auf "Schlechtwetter" zu machen. Je mehr "bad news" desto mehr merkt dies der Handel.
Ich denke es wird wichtig in 2007 eine positive Kommunikation fernab von Rabatt- und Preistreiberei-Geschrei und Schlechte Zeiten-Kommunikation hinzubekommen. Es geht um positives Gesamtklima und nicht um Jammern auf hohem Niveau.
Das Weihnachtsgeschäft hat in vielen Bereichen durchaus gezeigt, dass eine Kaufkraft vorhanden ist. Vorallem die Zuwachsraten im Online-Handel haben eine deutliche Sprache gesprochen. Sicher sind dort keine "neuen" Kaufgruppen oder Zusatzkäufe erreicht worden, sondern es wurde umverteilt und diese Umsätze fehlen im klassischen Fachhandel. Eine Tendenz die sicher wachsen wird und vor der sich der Fachhandel und auch der Großhandel nicht verschliessen kann. Für 2007 bedeutet dies für viele über das Geschäft nachzudenken. "Haben wir immer so gemacht und funktioniert" wird sicher kein guter Leitsatz sein um am Markt zu bestehen. Es gilt aus "Altem" Neues zu machen, mehr über den Kunden zu wissen und sich sein Geschäftfeld zu sichern.
Doch auch das Online-Geschäft wird härter: die Devise im Internet ist alles billiger, wird 2007 bestimmt so einigen Shops Probleme bereiten. Auch die zunehmende Abmahnwut und die Rahmenbedingungen in Deutschland für den Online-Handel werden dazu beitragen, dass viele Kleine aufgeben werden oder manche Projekte erst garnicht starten. Die Zeiten, dass ein bisschen Webspace und ein einfaches Shopsystem reichen um Umsatz zu machen, sind vorbei. Aus dem Online-Shop ist ein Wirtschaftszweig geworden und es gibt nur weniges was es noch nicht Online gibt. Kreative Ideen, guter Service, eine perfekte Logistik, Erreichbarkeit und ein professionelles Marketing gehören inzwischen zum Standard um Erfolg zu generieren.
Wir sind gespannt und werden die Augen aufhalten.
Allen Lesern und Besuchern von Absatzprofil.de wünschen wir besinnliche und ruhige Weihnachtstage und einen guten Start in 2007
Dieter Brodbeck Redaktion absatzprofil.de
B-to-B Handel verschenkt Umsatz
Nach aktuellen Studien und Trends erreicht der eCommerce in Deutschland Wachstumsraten in erheblichem Umfang. Der B-to-B Anteil an den eCommerce-Umsätzen beträgt bis zu 90%.
Umso mehr erstaunen die aktuellen Ergebnisse der aktuellen Studie der Fachgruppe Agenturen im BVDW. Demnach mangelt es grade bei den Internetangeboten im B-to-B Bereich an Usability und professioneller Ausrichtung. Im Gegensatz zu den Angeboten für Endkunden sind die B-to-B-Seiten nach Ansicht der Experten bis zu 10% schlechter.
In den Jahren 1999, 2002 und 2004 hat das ECC Handel die Internetnutzung in deutschen Handelsunternehmen untersucht. Insgesamt beteiligten sich über 7.000 Unternehmen an den Befragungen. Zwischenzeitlich ist im Bereich des elektronischen Geschäftsverkehrs erneut sehr viel geschehen. Mit einer neuen Studie untersucht das ECC Handel daher den aktuellen Stand der Internetnutzung insbesondere in mittelständischen Handelsunternehmen. Die Studie wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, den Dachverbänden des deutschen Handels und von zahlreichen Industrie- und Handelskammern unterstützt.