Die Eingangskalkulation wird betriebswirtschaftlich betrachtet auch als Kalkulation I bezeichnet.
Sie wird aus Einstandspreis (EK + Warenbezugskosten) und dem kalkulierten Verkaufspreis errechnet. Das Ergebnis entspricht der Handelsspanne.
Man kann auch so rechnen:
Der Kalkulation I beim Wareneingang steht die Kalkulation II , auch Nachkalkulation oder erzielte Spanne genannt, gegenüber. Sie sagt, welcher Bruttoertrag unter Berücksichtigung evtl. Preisreduzierungen (oder auch Preisanhebungen) tatsächlich beim Verkauf der Ware erzielt wurde.
Das Ergebnis dieser Formel stimmt nur, wenn die prozentuale Preisabschrift auf den kalkulierten Umsatz, nicht aber auf den erzielten Umsatz bezogen wird.
Die Rechnung ist auch in Euro möglich:
Plankalkulation
45,95 %
Planumsatz
300.000 €
Ist- Umsatz
292.500 €
100,00 %
Preisänderung in % vom Sollumsatz
7.500 €
2,50 %
Bruttogewinn
130.309 €
44,55 %
Wareneinsatz
162,191 €
55,45 %
Die tatsächlich erzielte Spanne ist eine besonders wichtige Kontrollzahl, die deshalb regelmäßig in kurzen Abständen (monatlich) errechnet werden muss, damit bei negativen Abweichungen von der notwendigen Soll-Spanne sofort korrigierend eingegriffen werden kann. Die erzielte Spanne wird über die kurzfristige Erfolgsrechnung bzw. im Rahmen eines Warenwirtschaftssystems ermittelt. Sie enthält keine Inventurdifferenzen. Diese ergeben sich nur aus der Inventur.